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Pegeleinstellung bei digitalen Betriebsarten PDF Drucken E-Mail

Autor: Peter, DL2FI:  

Pegeleinstellung bei digitalen Betriebsarten

Lesen Sie unbedingt im Handbuch ihres Senders / Transceivers nach, welche Sendeleistungen für digitale Betriebsarten zugelassen ist.
Anders als bei SSB oder CW fahren die meisten digitalen Betriebsarten Dauerstrich d.h. der Sender wird ohne Pause voll ausgesteuert. Viele moderne Funkgeräte verlangen bei Dauerstrich eine Reduzierung der Spitzenleistung auf 50% oder sogar noch weniger, weil sonst die PA schaden nehmen würde. Dazu kommt, dass inzwischen fest steht, dass bei den meisten digitalen Betriebsarten nur sehr geringe Sendeleistungen benötigt werden.

PSK zum Beispiel ist eine Betriebsart, die gerade zu nach QRP verlangt.

Wenigen ist wirklich klar, dass sie mit höheren Leistungen anderen Funkamateuren die QSOs viel stärker beeinträchtigen, als in klassischen Betriebsarten.
Der Grund liegt darin, dass bei dem extrem schmalbandigen PSK mehrere QSO innerhalb der Filterbandbreite des RX laufen, die Regelung des RX aber nicht zwischen ihnen unterscheiden kann und folglich entsprechend der Feldstärke des stärksten Signals zu regelt.
Taucht ein einziges Krokodil auf, kann es passieren, dass ein prima QSO kaputt geht, weil die empfangene Station einfach weg geregelt wird. Bei PSK ist QRP einfach ein Gebot der Fairness.

Wenn Sie die Pegeleinstellung in der Betriebsart PSK statt in Tune vornehmen, wird ihr Wattmeter auch bei Vollaussteuerung nur 50% der tatsächlichen PEP Leistung anzeigen, wenn Sie nicht ein spezielles PEP Wattmeter haben. 10 Watt bei PSK idle (ohne die Tastatur zu betätigen) entsprechen etwa 20 Watt PEP.

Benutzen Sie z.B. einen FT-817, dann sollten Sie bei TUNE maximal 2,5 Watt einstellen, dass fordert der Wärmehaushalt des FT-817. Schalten Sie um auf PSK-Betrieb, dann zeigt das Wattmeter nur noch 1,25 Watt an, obwohl Sie mit 2,5 W PEP senden. Für alle anderen Funkgeräte gilt das analog.

Mein FT1000D darf z.B. in PSK mit maximal 100 Watt betrieben werden (200 in CW/SSB). Benutze ich im PSK die TUNE Funktion, dann darf ich die Ansteuerung bis auf 100 Watt aufdrehen. Betätige ich den Pegelregler aber in PSK, dann darf ich maximal 50 Watt einstellen.

Am Sender muss die Leistung unbedingt auf 100% stehen, die tatsächlich benutzte Leistung wird NUR über die NF vom Interface eingestellt.

Quelle: Mixw.de

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 27. Januar 2011 um 16:37 Uhr
 
Schlagzeilen

Mit der Amtsblattmitteilung Nr. 621/2009 gibt das BMWi bekannt, dass der Frequenzbereich 7100 bis 7200 kHz von Funkamateuren der Klasse A mit einer Maximalleistung von 750 Watt (PEP) genutzt werden kann. Es wird darauf hingewiesen, dass Störungen zu vermeiden sind und die Maximalleistung nur dann auszuschöpfen ist, wenn es zur Aufrechterhaltung einer Funkverbindung oder für experimentelle Zwecke als zwingend notwendig erachtet wird.

Quelle: DARC

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